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Die Six Sigma Methode

Moderator an Flipchart mit Balkendiagramm zu Six Sigma

Six Sigma ist ein systematisches Vorgehen zur Prozessverbesserung unter Anwendung analytischer und statistischer Methoden. Das besondere an Six Sigma im Vergleich zu anderen Prozessverbesserungsmethoden ist der mathematische Ansatz. Es wird davon ausgegangen, dass jeder Geschäftsprozess als eine mathematische Funktion beschrieben werden kann.

Die Six Sigma-Methode

Die Ursprünge vieler Six Sigma-Prinzipien stammen aus den Lehren einflussreicher Qualitätsdenker wie W. Edwards Deming und Joseph Juran. In einigen Unternehmen gehören Qualität und Six Sigma zusammen. Im Unterschied zu anderen Qualitätsprogrammen strebt Six Sigma nicht nach Qualität einzig um der Qualität willen; Six Sigma strebt nur nach Qualität, wenn diese den Wert für den Kunden und das Unternehmen steigert.

Das systematische 5-Phasenmodell setzt darauf, Prozesse zu verbessern. Die Beseitigung von entscheidenden Fehlerquellen führt dazu, Ergebnisse entscheidend zu verbessern und schafft die Voraussetzungen, ganze Systeme zu verbessern, und somit die Rentabilität von Organisationen zu erhöhen.

Hier dargestellt: Die 5 Phasen des Six-Sigma-Verbesserungsprozesses, kurz DMAIC-Cycle genannt

  • Define
    Was ist das Problem?
  • Measure
    Wie lassen sich die Auswirkungen messen?
  • Analyze
    Was sind die Kernursachen für das Problem?
  • Improve
    Wie lässt sich das problem beseitigen?
  • Control
    Wie wird die Lösung langfristig in der Organisation verankert?

Diese Methode ist abgeleitet vom klassichen PDCA (Plan / Do / Check / Act) von W. Deming.
Aufbauend auf dieser Methode gibt es zahlreiche Werkzeuge (die 7×7-Toolbox), die helfen, Probleme in bestehenden Prozessen zu identifizieren und zu dokumentieren, Prozesse messbar zu machen und Analysen durchzuführen.

Vorteile von Six Sigma

  • Six Sigma generiert nachhaltigen Erfolg. Wachstum und Bestand in schnelllebigen Märkten zu erreichen, kann nur in laufender Innovation und Veränderung der Organisation erreicht werden. Six Sigma schafft die Basis für eine neue Kultur und eine fortwährende Erneuerung, welches als "geschlossener Regelkreis" bezeichnet wird.
  • Six Sigma setzt für jeden Leistungsziele. Jede Abteilung, jeder Geschäftsbereich und Mitarbeiter hat verschiedene Vorstellungen und Zielsetzungen. Six Sigma nutzt dieses Basis, Prozesse und Kunden, um ein in sich geschlossenes Zielbündel zu schaffen. Jeder, der seine Kundenanforderungen begreift kann seine Leistungserfüllung im Vergleich zur „perfekten“ Six Sigma Zielsetzung von 99,9997 Prozent bewerten.
  • Six Sigma steigert den Wert für Kunden. Nur gute oder fehlerfreie Produkte sowie Traditionsunternehmen können in der heutigen Zeit keinen dauerhaften Erfolg garantieren. Six Sigma zu leben bedeutet herauszufinden, welche Erwartungshaltungen und Vorstellungen Kunden haben, und dann zu planen, wie sie effizient und wirtschaftlich zu erfüllen sind.
  • Six Sigma fördert immerwährendes Lernen. In den 90er Jahren fiel zum ersten Mal der Gedanke der lernenen Organisation, ein Konzept, welches vielen gefällt aber schwer umsetzbar ist. Die Methode von Six Sigma stellt hier einen Ansatz, der die Entwicklung und Verbreitung von neuen Ideen innerhalb einer Organisation verstärken kann.

Fragen zu Six Sigma

Zur Six Sigma Methode – einst von Motorola gestartet und von General Electric systematisiert – gibt es unendlich viele Fragen. Einige dieser Fragen möchten wir Ihnen gerne nachfolgend beantworten.

Wieso die Begrifflichkeit "Six Sigma" (6 Sigma)?

Die Gauß’sche Normalverteilung zeigt uns die Standardverteilung von -3 Sigma bis +3 Sigma. Dabei liegen 99,999660% der Werte innerhalb der 6-fachen Standardabweichung. Diese 6 Sigma entsprechen einer Fehlerwahrscheinlichkeit von 3,4 ppm (parts per million) oder dpm (defects per million). In Qualitätskennzahlen ausgedrückt heißt das 99,999660% Qualität.

Was bietet die Six Sigma Methode?

Six Sigma beinhaltet eine Vielzahl von statistischen, analytischen und weiteren Tools zur systematischen Prozessverbesserung und Problemlösung.

Was beinhaltet das systematische Vorgehen mit Six Sigma?

  • Bewertung der Prozesse aus Kundensicht (VOC)
  • Integration der Qualität in der täglichen Arbeit
  • Einbeziehung aller am Thema Beteiligten
  • Werkzeugkasten mit Qualitätsmanagement-Werkzeugen und Einsatz von Handlungsanweisungen
  • Prozessverbesserung durch Reduzierung der Variation

Wie lässt sich Six Sigma einordnen?

Six Sigma versteht sich gleichzeitig als Philosophie, Vision und Ziel. Somit ist die Methode ein ganzheitlicher Ansatz zur umfassenden, positiven Veränderung von Prozessen (Produktions- und Dienstleistungsprozessen).

Was ist die Six Sigma-Toolbox?

Diese Toolbox beinhaltet die 7 X 7 – Werkzeuge (Design-, Statistik-, Projekt-, Schlankheits-, Kunden-, Qualitätskontroll-, Management-werkzeug). Diese lassen sich systematisch für eine zielgerichtete Umsetzung der Verbesserungsoffensive einsetzen.

Wie bedeutet Six Sigma in der Umsetzung?

  • Es liefert eindeutige Kennzahlen zur Leistungsfähigkeit von Prozessen
  • Es ist eine systematische Methode (DMAIC)
  • Es ist ein Umsatzsteigerung- und Kostensenkungsprogramm mit klarer Messbarkeit
  • Es trägt wesentlich zur Festigung der Philosophie und Kultur der Anwender bei

Wie wird die Six Sigma – Methode eingeführt?

Das Erfordernis zur stringenten Umsetzung der Methoden bedingt das "Top Down- Commitment" d.h. das Management steht uneingeschränkt mit allen Konsequenzen hinter der Umsetzung und fördert diese. Es muss die so genannte "Durchbruchststrategie" erreicht werden. Alle Beteiligten (Mitarbeiter, ggf. Kunden und Lieferanten extern und intern) verstehen vorauf es ankommt; es wird die gleiche "Sprache" gesprochen. Für die Einführung ist im Regelfall der so genannte Six Sigma Black Belt – der 6 Sigma-Spezialist – verantwortlich. Hierzu gehören Training der Beteiligten, Einführung der Methoden, Projektcoaching und ggf. Projektleitung.

Was versteht man unter dem Six Sigma DMAIC-Zyklus?

Der DMAIS- Zyklus ist der Ablauf-Prozess für jedes Projekt. Er beschreibt exakt die einzelnen Schritte.

  • Define: Was ist das Problem?
  • Measure: Wie lassen sich die Auswirkungen messen?
  • Analyze: Was ist die Ursache für das Problem?
  • Improve: Wie lässt sich das Problem beseitigen?
  • Control:Wie wird die Verbesserung in der Praxis verankert?

Wann sind die Six Sigma-Methoden eingeführt?

Wenn der DMAIC-Zyklus verstanden und umgesetzt wurde, so dass die Optimierungsprojekte einen messbaren Benefit für das Unternehmen erbracht haben.


Nachfolgende Beratungsleistungen können wir Ihnen zum Thema Six Sigma anbieten