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Open-Space: Wie die Kaffeepause zur Konferenz erhoben wurde

Eine Open-Space-Konferenz ist zwar kein Kaffeekränzchen, doch wussten Sie, dass in der Tat koffeinhaltige Pausen und ein Dorffest in Nigeria die „Initialzündung“ zum effektiven Veranstaltungsformat lieferten?

„Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt“, sagte Albert Einstein. In diesem Sinne gibt eine Open-Space-Konferenz (engl.: open space = offener Raum) zwar ein Leitthema, jedoch keine festgelegten Vorträge, Referenten oder Arbeitsgruppen vor. In diesem Format bestimmen also die Teilnehmer, was alles auf die Tagesordnung kommt. Das hat schon zu manch kreativen Überraschungen – im positiven Sinne – geführt. Doch was hat das mit einer Kaffeepause zu tun?

Die „Coffee break“-Legende

Entwickelt wurde die „Open-Space-Technology“ Mitte der 80er Jahre in den USA von Harrison Owen, einem Berater, Fotografen und mittlerweile Autor von Fachbüchern zum Thema. Denn inzwischen wird diese Großgruppenmethode weltweit eingesetzt. Owen selbst erzählt gerne eine passende Gründungslegende zu Open-Space: 1983 habe er ein Jahr lang einen Kongress für 250 Organisationsentwickler vorbereitet und durchgeführt.

Am Ende der Konferenz kamen alle, Teilnehmer und Veranstalter, einhellig zu dem Schluss, dass der „wirklich nützliche Teil“ des sehr gelungenen Treffens die Kaffeepausen gewesen seien. Owen versuchte aus dieser Erkenntnis, die fruchtbaren Kaffeepausen von Veranstaltungen allgemein zu systematisieren. Doch nicht nur die „Coffee break“-Anekdote ist bis heute prägend für das Selbstverständnis von Open-Space.

Während der Entwicklung seines offenen Veranstaltungskonzepts erinnerte sich Owen auch an ein alle vier Jahre stattfindendes Initiationsfest in Balamah, Nigeria, zu dem er sagt:

„Soweit ich es beurteilen konnte, gab es nichts, das in irgendeiner Weise mit einem Planungskomitee zu vergleichen gewesen wäre, weder während der Feierlichkeiten noch davor. Trotzdem gelang es den 500 Dorfbewohnern, diese viertägige Veranstaltung auf höchst geordnete, zufriedenstellende und, wie ich sagen muss, höchst vergnügliche Weise zu organisieren. Wie war das möglich?“

Jeder macht mit, organisiert (sich) selbst und handelt eigenverantwortlich. So kann jeder ein Anliegen, was ihm besonders am Herzen liegt, vorantreiben. Es gibt keine vorgegebenen Einzelthemen, nur der Rahmen wird vorher festgesteckt. Kurz gesagt, die Open-Space-Konferenz war geboren und wird seither mit großem Erfolg durchgeführt, wenn:

  • komplexe Fragestellungen mit einer großen Anzahl an Beteiligten bearbeitet werden sollen
  • man eine Initialzündung für ein Vorhaben braucht und dazu eine Ideensammlung auf breiter Basis erhalten möchte
  • allgemein viele, sehr unterschiedliche Personen gemeinsam an einem komplexen Thema arbeiten sollen.

Noch lockerer und spontaner als auf einer Open-Space-Konferenz geht es übrigens auf einer neueren Variante, den bei Programmierern und Social-Media-Experten beliebten Barcamps, zu.

Open-Space-Konferenz bei TQM

„Six Sigma Talk“ heißt die Open-Space-Konferenz bei TQM Training & Consulting. Im Audi Forum Neckarsulm können nicht nur ehemalige Teilnehmer unserer verschiedenen Six-Sigma-Kurse, sondern jeder, der am Thema interessiert ist, selbst in Aktion treten oder sich von den Projekten anderer inspirieren lassen. Mittag- und Abendessen sowie Kaffeepausen zur Legendenbildung jeglicher Art sind selbstverständlich fest mit eingeplant!

Zwei Möglichkeiten der Teilnahme

1. Eigenes Projekt vorstellen: Wenn Sie ein eigenes Six-Sigma-Projekt mit Storyboard vorstellen möchten, nehmen Sie gratis an der Konferenz teil. Neben ihrem Vortrag können Sie dann mit den anderen Teilnehmern und Experten diskutieren und diese an Ihren Erfahrungen teilhaben lassen.
Ihr Vorteil: Sie stellen Ihr Projekt einem größeren Fachpublikum vor. Damit erhält es sicher den ein oder anderen wertvollen Tipp, möglicherweise sogar wertvolles „Finetuning“ auf dem Weg zum Erfolg.

2. Zuhören und diskutieren: Wenn Sie „nur“ zum Zuhören, Inputholen und Diskutieren auf den Kongress kommen, dürfen Sie das gegen einen geringen Unkostenbeitrag tun.
Ihr Vorteil: Sie erfahren von Six-Sigma-Projekten, die Sie interessieren und tauschen sich gezielt aus. So bringt Sie nur ein Tag auf jeden Fall weiter und Sie knüpfen wertvolle Kontakte.

Was wird noch geboten?

Neben frei wählbaren Projekt-Vorträgen der Teilnehmer ist der „Six Sigma Talk“ v.a. ein zwangloses, höchst intensives Treffen mit Austausch. Welche Themen im Einzelnen auf der Tagesordnung stehen, ist im Open-Space-Format im Voraus naturgemäß nicht bekannt. Fest steht in jedem Fall ein Highlight: eine Werksführung durch die Produktionshallen der Audi-R8-Sportwagen-Produktion.