Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse/ Failure Mode and Effects Analysis (FMEA)

Eine formalisierte Methode, um mögliche Probleme sowie deren Risiken und mögliche Folgen bereits vor ihrer Entstehung geordnet und vollständig zu erfassen. Diese Methode wird im Rahmen von Entwicklung, Konstruktion und Planung eingesetzt; insbesondere auch bei der Neuentwiklung von Produkten.

 

Die vier Hauptfragen der FMEA:

- Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass Fehler auftreten?
- Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit der Fehlerentdeckung?
- Wie groß kann der Folgeschaden sein?
- Was muss dagegen getan werden?
Man nennt diese Vorgehensweise auch „systematisches und vorbeugendes Planen”. Derartige Vorbeugungsmaßnahmen werden wirksam in den frühen Phasen des Produktentstehungsprozesses und der Prozessplanung eingesetzt, also im Rahmen von Entwicklung, Konstruktion und Planung.
Die FMEA ist einsetzbar in der Entwicklung von neuen Produkten und neuen Dienstleistungen, aber auch bei Sicherheits- und Problemteilen, neuen Fertigungsverfahren sowie Produkt- oder Prozessänderungen.

 

Werkzeug der Qualitätsplanung zur vorbeugenden Sicherung der Qualität. Damit werden durch vorausschauende Analyse mögliche Fehlerquellen in der Konstruktion, Planung und Produktion erfasst und deren Auswirkungen auf Produkte, Dienstleistungen und den Fertigungsprozess durch Umsetzung präventiver Schritte verhindert. Konstruktions-FMEA untersucht und bewertet alle denkbaren und möglichen Ausfälle des untersuchten Teils bzw. Gesamtsystems. Prozeß-FMEA untersucht und bewertet alle denkbaren potentiellen Fertigungs- und Montagefehler.


Es werden dabei folgende Fragen untersucht und z. B. wie folgt bewertet:
1. Wahrscheinlichkeit des Auftretens eines Fehlers
(unwahrscheinlich = 1, sehr gering = 2 - 3, gering = 4 - 6, mäßig = 7 - 8, hoch 9 - 10)


2. Bedeutung = Auswirkung auf den Kunden
(kaum wahrnehmbar = 1, unbedeutend bzw. geringe Belästigung = 2 - 3, mäßig schwer = 4 - 6, schwere Auswirkung, Verärgerung = 7 - 8, äußerst schwere Auswirkung = 9 - 10)


3. Wahrscheinlichkeit der Entdeckung vor Auslieferung an den Kunden

(hoch = 1, mäßig = 2 - 5, gering = 6 - 8, sehr gering = 9, unwahrscheinlich = 10)


Durch Multiplikation wird eine Risikoprioritätszahl (RPZ) zur Festsetzung der Priorität eines Problems ermittelt, deren Ergebnis in folgende Skala eingeordnet wird:
hoch = 1000, mittel = 125, keine Priorität = 1.

 

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