KVP & Change Mangement (Moderierte Gruppen in Organisationen)
Mitarbeiter-Gruppen, Lernstatt-Gruppen, Qualitätszirkel-Gruppen, Kaizen-Gruppen, KVP-Gruppen, Guppenarbeit, Teamarbeit ... die Liste ließe sich verlängern. Gruppen sind in aller Munde - aber: Gruppe ist nicht gleich Gruppe und Anwendungsfall ist nicht gleich Anwendungsfall. Meist ist ihnen nur eines gemeinsam: sie nutzen Moderation zur Strukturierung ihrer Gruppengespräche. Will man Ordnung ins Begriffschaos bringen, kann man grob zwei Modelle unterscheiden.
Quelle:
Artikel von newsmax vom 08.10.2008
(newsmax) Die Gruppen-Modelle
Gruppen in Organisationen kann man grob in Arbeits- und Projektgruppen unterscheiden:
Während Arbeitsgruppen zum Zwecke der Arbeitsteilung auf Dauer eingerichtete Organisationseinheiten zur Erledigung anfallender Routinetätigkeiten sind, wie etwa Einkauf, Produktion, Fertigung, Kommissionierung, Verkauf, Kreditbearbeitung etc., sind Projektgruppen zeitlich begrenzt eingerichtet. Sie haben den Zweck, eine spezielle „Nicht-Routineaufgabe“ zu erledigen.
Ist nun von „Gruppenarbeit“, die Rede, so geht es um teilautonome Arbeitsgruppen, als Sonderform der Arbeitsgruppe. Wenn hingegen von Qualitätszirkel-, KVP-Gruppen ... gesprochen wird, so geht es dabei um das Modell der Mitarbeiter-Gruppen als Sonderfall der Projektgruppe.
A) Gruppenarbeit
Gruppenarbeit liegt dann vor, wenn mehrere MitarbeiterInnen in gemeinsamer Verantwortung eine weitgehend in sich geschlossene Aufgabe erfüllen, sie dabei ihre Fähigkeiten ergänzen, selbständig die Ausführung der Aufgabe steuern und das Ergebnis im Rahmen von Vorgaben selbst kontrollieren.
Der Grundgedanke ist, die seit Taylor angewandte Arbeitsteilung durch Zergliederung von Arbeitsprozessen wieder zu sinnhaften ganzheitlichen Aufgaben zusammenzufassen und die Gruppen durch Anreicherung von indirekten (planenden und kontrollierenden) Aufgaben teilautonom zu machen.
B) Mitarbeiter-Gruppen
Mitarbeiter-Gruppen sind kleine Gruppen von MitarbeiterInnen (8-10) aus einem Arbeitsbereich, die sich regelmäßig während ihrer Arbeitszeit treffen, z.B jede zweite Woche für jeweils ca. 2 Stunden in einem eigens für diesen Zweck eingerichteten Gruppenraum. Hier bearbeiten sie eigen- verantwortlich arbeitsplatzbezogene Probleme, mit denen sie im Arbeitsalltag konfrontiert sind. Die Arbeit der Gruppe wird von zwei Moderatoren geleitet.
Der Grundgedanke ist, gemeinsam unnötige Arbeiten und Verschwendung von Ressourcen im eigenen Arbeitsumfeld aufzuspüren.
Sinn & Zweck
Die Wirkungen von Mitarbeiter-Gruppen und Gruppenarbeit sind sehr vielfältig und gehen über die unmittelbaren Erfolge der Gruppen weit hinaus. Sie reichen von der konkreten Verbesserung am Arbeitsplatz durch die MitarbeiterInnen vor Ort bis zu beobachtbaren Veränderungen der Kultur im Management. Durch Gruppen ergeben sich immer positive Effekte in qualitativer und quantitativer Hinsicht, wie etwa:
• Qualitative Effekte
Durch das intensiv(er)e Zusammenwirken zur Lösung gemeinsam
erkannter Probleme wachsen die Fachkompetenz (durch u.a. intensiven Erfahrungsaustausch), die Methodenkompetenz (vor allem durch die konsequente Anwendung der MODERATIOnsMETHODE®, die Sozialkompetenz (vor allem in Richtung Kritikfähigkeit, Kooperations- / Teamfähigkeit) und die Persönlichkeitskompetenz (hinsichtlich der Bereitschaft zur Offenheit, der Verantwortungsbereitschaft ...).
• Quantitative Effekte
Durch das systematische und kontinuierliche Arbeiten an aktuellen Problemstellungen vor Ort können handfeste, quantitative Ergebnisse im Grunde gar nicht verhindert werden. Sie stellen sich sozusagen „zwangsläufig“ ein. Beispiele hierfür sind etwa:
- Verringerung von Arbeitsaufwand und damit Kosten
- Erhöhung der Sorgfalt und damit der Produktqualität
- Verringerung von Wegen / Durchlaufzeiten
- Verringerung von Fehlzeiten.
All diese positiven Effekte nützen sowohl der Organisation als auch den Mitarbeitern: Es lohnt sich deshalb sicher, moderierte Gruppen zu initiieren.
| Ansprechpartner: | Peter Nieborg |
| Anschrift: | MODERATIO® Langenbrucker Straße 4 85309 Pörnbach |
Redaktion: www.tqm.com Alexander Frank

