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Lexikon
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FIT (failure in time )
- Failure in Time (Abk.: FIT) beschreibt die Ausfallrate technischer Komponenten, insbesondere elektronischer Bauteile. Die Einheit FIT gibt dabei die Anzahl der Bauteile an, welche in 109 Stunden ausfallen (Ausfallrate bei 1 Fit: , also einmal in ca. 114.000 Jahren). Bauteile mit einem hohen FIT-Wert fallen statistisch gesehen häufiger aus als solche mit einem niedrigen Wert.
Mit Hilfe der FIT-Werte einzelner Bauteile lässt sich die Ausfallwahrscheinlichkeit komplexer Geräte bereits in der Konstruktions- oder Planungsphase berechnen. Hierbei geht man falls keine Redundanzen vorliegen davon aus, dass der Ausfall eines beliebigen Einzelteils zum Versagen des ganzen Geräts führt. Aus der Summe der Ausfallraten der Einzelteile ergibt sich somit die des ganzen Geräts. Wie alle statistischen Kenngrößen kann eine FIT-Berechnung keine Aussage über Fehler eines bestimmten Einzelgeräts liefern, sondern immer nur Anhaltspunkte für eine größere Serie. Typische FIT-Werte für bedrahtete elektronische Bauteile sind: Bauelement FIT-Wert Lötstelle 1 Widerstand 1,5 Silizium-Diode 3 Silizium-Transistor 5 Keramikkondensator 6 Folienkondensator 10 IC-Sockel (je Kontakt) 10 Steckkontakt 10 Tantal-Elektrolytkondensator 40 Silizium-Leistungsdiode 50 Silizium-Leistungstransistor 60 Integrierte Schaltung (SSI) 100 Integrierte Schaltung (MSI/LSI) 200 Netztrafo, Relais 200 Potentiometer 200 Aluminium-Elektrolytkondensator 500 Oberflächenmontierte Bauteile (SMD) haben teilweise wesentlich günstigere Werte. Diese Werte sind nur als Anhaltspunkte zu nehmen, da sie je nach Literaturquelle und Bauteil durchaus um den Faktor 10 unterschiedlich angegeben werden. Außerdem sind die Werte sehr stark von der Temperatur abhängig, eine Temperaturerhöhung um 25 °C verzehnfacht die Ausfallrate (Gesetz von Arrhenius). Ferner ist die Umgebung zu berücksichtigen (Feuchtigkeit, Höhe, Strahlung, Erschütterungen, usw.). Die MTTF, also die wahrscheinliche Lebensdauer eines (nicht reparierbaren) Geräts, ist der Kehrwert der Ausfallrate. Mathematisch exakt gilt das jedoch nur für eine zeitinvariante (=konstante) Ausfallrate. Quelle: Wikipedia
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FMEA
- "Fehler-Möglichkeits- und Einflussanalyse". Werkzeug der Qualitätsplanung zur vorbeugenden Sicherung der Qualität. Damit werden durch vorausschauende Analyse mögliche Fehlerquellen in der Konstruktion, Planung und Produktion erfasst und deren Auswirkungen auf Produkte, Dienstleistungen und den Fertigungsprozess durch Umsetzung präventiver Schritte verhindert. Konstruktions-FMEA untersucht und bewertet alle denkbaren und möglichen Ausfälle des untersuchten Teils bzw. Gesamtsystems. Prozeß-FMEA untersucht und bewertet alle denkbaren potentiellen Fertigungs- und Montagefehler.
Es werden dabei folgende Fragen untersucht und z. B. wie folgt bewertet: 1. Wahrscheinlichkeit des Auftretens eines Fehlers (unwahrscheinlich = 1, sehr gering = 2 - 3, gering = 4 - 6, mäßig = 7 - 8, hoch 9 - 10) 2. Bedeutung = Auswirkung auf den Kunden (kaum wahrnehmbar = 1, unbedeutend bzw. geringe Belästigung = 2 - 3, mäßig schwer = 4 - 6, schwere Auswirkung, Verärgerung = 7 - 8, äußerst schwere Auswirkung = 9 - 10) 3. Wahrscheinlichkeit der Entdeckung vor Auslieferung an den Kunden (hoch = 1, mäßig = 2 - 5, gering = 6 - 8, sehr gering = 9, unwahrscheinlich = 10) Durch Multiplikation wird eine Risikoprioritätszahl (RPZ) zur Festsetzung der Priorität eines Problems ermittelt, deren Ergebnis in folgende Skala eingeordnet wird: hoch = 1000, mittel = 125, keine Priorität = 1.
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Feedback / Feedforward / Regelkreis
- Feedback bedeutet Rückkopplung und umfasst die Rückmeldung realisierter Ist-werte zum Vergleich mit Planwerten
(klassischer Soll - Ist - Vergleich). Die Rückkopplung schafft die Möglichkeit einer Abweichungsanalyse aufgrund der Regelungsmechanismen in Gang gesetzt werden (Maßnahmeneinleitung). Feedforward bedeutet Vorkopplung. Durch die Verbindung von Planwerten mit erwarteten Istwerten (Erwartungsrechnung) entsteht die Vorkopplung. So können bereits vor dem Eintritt einer Störung Maßnahmen ergriffen werden. Der Rückkopplungskreislauf in der Führung: - Maßnahmen anordnen - Istwerte erfassen - Soll- und Istwerte vergleichen - Sollwerte bestimmen - Maßnahmen bestimmen - Entscheiden Kontrollieren - in Gang setzen und ausführen In der strategischen Führung wird die Vorkopplung zum Hauptsteuerungskreislauf, da dort Entscheidungen zur Anpassung der Pläne zu treffen sind, bevor man auf Istdaten zurückgreifen kann. Vielmehr wollen die Entscheidungen zur Strategieanpassung auf der Grundlage verbesserter oder detaillierterer Zukunftserwartungen getroffen sein.
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Fehlerkosten
- Gruppe von Qualitätskosten-Elementen, mit denen Kosten erfasst werden, die durch die Nichterfüllung von Einzelforderungen im Rahmen von Qualitätsforderungen verursacht wurden.
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Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA)
- Die vier Hauptfragen der FMEA:
- Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass Fehler auftreten? - Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit der Fehlerentdeckung? - Wie groß kann der Folgeschaden sein? - Was muss dagegen getan werden?Man nennt diese Vorgehensweise auch „systematisches und vorbeugendes Planen”. Derartige Vorbeugungsmaßnahmen werden wirksam in den frühen Phasen des Produktentstehungsprozesses und der Prozessplanung eingesetzt, also im Rahmen von Entwicklung, Konstruktion und Planung. Die FMEA ist einsetzbar in der Entwicklung von neuen Produkten und neuen Dienstleistungen, aber auch bei Sicherheits- und Problemteilen, neuen Fertigungsverfahren sowie Produkt- oder Prozessänderungen.
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Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse/ Failure Mode and Effects Analysis (FMEA)
- Eine formalisierte Methode, um mögliche Probleme sowie deren Risiken und mögliche Folgen bereits vor ihrer Entstehung geordnet und vollständig zu erfassen. Diese Methode wird im Rahmen von Entwicklung, Konstruktion und Planung insbesondere die Neuentwiklung von Produkten.
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Fehlersammelliste
- Eine der Standard-Qualitätstechniken Formblatt zum systematischen Sammeln von Fehlern.
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Fehlersammelliste (aus Qualitätswerkzeugen)
- Eine Methode zur schnellen Erfassung und übersichtlichen Darstellung von Daten mit einem von zwei möglichen Merkmalen nach Art und Anzahl
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Fehlleistungsaufwand
- Unter diesem Begriff versteht man den bewertetem Verbrauch von Leistungen und Gütern im gesamtem Unternehmen der durch Fehlhandlungen und deren Auswirkungen entsteht.
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Fischgrätendiagramm
- Diagramm in Form von Fischgräten, das alle Ursache- Wirkung Zusammenhänge aufzeigt, die sich auf eine bestimmte Ausgangsgröße eines Prozesses auswirken könnte. Sie wird auch Ishikawa Diagramm bzw. Ursache Wirkung Diagramm genannt.
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